Potomac Horse Fever

Eine Krankheit benannt nach dem Ort, an dem sie das erste Mal nachgewiesen wurde. Die ersten Fälle wurden in der Region um den Fluss Potomac in der Nähe von Washington D.C. nachgewiesen. Danach stellte man fest, dass es auch Erkrankungsfälle in anderen Region der USA gab, wie Minnesota oder Kalifornien. Mittlerweile findet man Fälle überall in den USA und auch in Canada.
Hervorgerufen wird diese Krankheit durch Neorickettsia risticii. Bei diesem Erreger handelt es sich um obligat intrazelluläre Bakterien, welche über die orale Aufnahme von im Wasser lebenden Insekten durch das Pferd aufgenommen werden. Danach nisten sie sich in den Monozyten, Lymphozyten und/oder Makrophagen im Blut ein.
Klinisch auffällig werden die Pferde durch das Auftreten von Apathie, Inappetenz, Dehydratation, Fieber (>41°C), wässrigem Durchfall, Aborte und Lahmheit.
Im Falle eines Verdachtes kann man AK gegen den Erreger nachweisen oder man leitet eine PCR in einem externen Labor ein. Des Weiteren verläuft diese Krankheit auch eher akut, sodass die Patienten relativ schnell schlechter in ihrem Allgemeinbefinden werden können. Von daher ist es wichtig sowohl die Blutparameter, sowie die Elektrolyte des Tieres zu kontrollieren, um gegebenenfalls seine Therapie anzupassen. Außerdem ist eine Verdachtstherapie auch ohne Diagnose anzuraten. Hierbei ist die Behandlung mit Oxytetrazyklin angeraten. Nun sollte ein Absinken des Fiebers innerhalb von 12h stattfinden und auch die anderen klinischen Symptome sollten sich bessern. Wichtig ist hierbei noch eine intensive Überwachung des Patienten.
Es ist möglich gegen diesen Erreger vorzubeugen, in Form von einem inaktiven Impfstoff.
