Meerschweinchen pflege zu hause und in der tierärztlichen praxis

Meerschweinchen pflege zu hause und in der tierärztlichen praxis

 

 

Meerschweinchen sind sehr friedliche Tiere, die oft erstarren, wenn sie erschreckt werden oder gestresst sind. Für eine korrekte klinische Untersuchung sollte man dem Tier daher Zeit geben, sich an die Praxis zu gewöhnen, sich ihm in Ruhe nähern und sanft auf das Tier einreden.

Sie sind sehr gesellige Tiere und sollten nicht ohne andere Artgenossen leben. In der Schweiz ist es aus diesem Grund verboten, Meerschweinchen alleine zu halten. Auch Tiere, die stationär aufgenommen werden müssen und geschwächt sind, profitieren von der Gesellschaft eines befreundeten Artgenossen.

Meerschweinchen benötigen eine ausgewogene Ernährung, bei der zwischen Heu und Frischfutter variiert wird. Es ist wichtig, dass das Heu so platziert wird, dass die Tiere davon fressen, es aber auch gleichzeitig als “Bett” nutzen können. Außerdem benötigen Meerschweinchen, wie Primaten, Vitamin C, das Sie über ihre Ernährung aufnehmen müssen. Dabei ist es besonders wichtig, dass dies den kranken oder stationär behandelten Tieren täglich zur Verfügung gestellt wird, um eine Mangelerkrankung wie Skorbut zu verhindern, die sich sonst schnell manifest werden kann.

Kranke Tiere neigen dazu, als Beutetiere Anzeichen von Schmerzen zu verbergen. Sollte die zugrunde liegende Erkrankung fortschreiten, verlieren die Tiere an Gewicht, zeigen Zeichen von Dehydration und ihr Fell wird stumpfer.

Besonders sorgfältige Aufmerksamkeit sollte der Untersuchung der Mundhöhle gewidmet werden, da die Tiere dauerhaft wachsende Zähne haben und viele Erkrankungen damit zusammenhängen können.