Neue Behandlung für Herzrhythmusstörungen bei Hunden entdeckt

Die Technik wird als Hochfrequenzablation bezeichnet und wurde im vergangenen Jahr von einem Team aus mehreren Tier- und Fachkliniken in den USA angepasst. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden Ende September im Journal of Veterinary Internal Medicine veröffentlicht. Atrioventrikuläre akzessorische Leitungsbahnen sind eine der häufigsten Ursachen für schnelle Herzrhythmusstörungen bei jungen Hunden. Dabei handelt es sich um anormale elektrische Schaltungen im Herzen, die die normalen Leitungen dieses Organs überwinden können und die Blutversorgung des Organismus stark beeinträchtigen.
Die beschriebene Technik verwendet Radiofrequenzen, um diese zusätzlichen Schaltungen zu zerstören und eine Wiederherstellung der normalen Herzfunktion zu ermöglichen. Diese Technik ist sicher und in hohem Maße wirksam und außerdem nützlich, da sie dem täglichen pharmakologischen Bedarf des Jungtiers ein Ende setzt, den Tierarztbesuch reduziert und seine Lebensqualität erhöht.
In der Studie wurden 89 Hunde mit Arrhythmie im Zusammenhang mit atrioventrikulären akzessorischen Leitungsbahnen verwendet; mehr als die Hälfte der Patienten waren Labradore, obwohl 23 Rassen beschrieben werden (es gibt eine höhere Prävalenz bei dieser Rasse). Ein Katheter wurde am Herzen jedes Tieres angebracht und Radiowellen wurden an den Ursprungsort der Störung ausgesandt.
Jedes Tier wurde nach dem Eingriff und vor der Entlassung mindestens 16 Stunden lang telemetrisch überwacht. 2 Monate später wurden neue Auswertungen der Herzaktivität vorgenommen.
Bei allen Tieren außer 3 heilte die Erstbehandlung mit dieser Technik die Arrhythmie; bei den anderen drei Tieren wurde das Problem durch die Anwendung einer zweiten Behandlung mit der gleichen Methode behoben.
Eine frühzeitige Behandlung dieser Arrhythmien verhindert die spätere Entwicklung von Herzinsuffizienz oder den plötzlichen Tod.
Entdecke mehr auf: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jvim.15248
