Katzen und der stressarme tierarztbesuch – wie geht das?

Katzen sind sehr sensible Tiere, die oftmals empfindlich auf verschiedene Stressoren reagieren, insbesondere wenn sie in Transportboxen untergebracht und in eine fremde Umgebung wie zum Beispiel eine Tierarztpraxis gebracht werden.
Der allgemeine Wissenszuwachs auf diesem Gebiet und das zunehmende Interesse an der Verhaltensmedizin der Katzen hat dazu geführt, dass viele Praxen und Kliniken auf die Erkenntnisse reagiert haben und zum Beispiel einen eigenen Wartebereich und eine Behandlungsstation usschließlich für Katzen zur Verfügung stellen.
Den Besitzer:innen wird empfohlen, das Kätzchen von klein auf an die Transportbox zu gewöhnen, indem sie Trainingstechniken mit positiver Verstärkung anwenden.
Die Verwendung von Pheromonen wie das Feliway-Spray 15 Minuten vor dem Transport fördert die Ruhe und das Wohlbefinden der Katze und hilft, den Stress zu minimieren.
Lassen Sie die Besitzer:innen die Transportbox mit der Katze behutsam auf den Behandlungstisch stellen, und sprechen Sie dabei ruhig in sanftem Tonfall. Nach dem Öffnen der Transportbox, lassen Sie der Katze die Möglichkeit den gesicherten Behandlungsraum zu erkunden, während Sie die Anamnese aufnehmen. Es können zwei Situationen eintreten: Erstens, das Tier verlässt die Transportbox und erkundet die Umgebung; in diesem Fall sollten Sie sich der Katze auf gleicher Höhe nähern und ihr nicht direkt ins Gesicht sehen. Im zweiten Fall verlässt das Tier die Transportbox nicht. Wenn es möglich ist, nehmen Sie den Deckel von der Transportbox ab, lassen dabei die Katze in der Schale sitzen und führen Sie dort die klinische Untersuchung durch, so fühlt sich die Katze sicherer.
Jeder Untersuchungsschritt sollte ruhig, aber effektiv durchgeführt werden, daher ist es sehr wichtig, vorab die zu verwendenden Materialien bereitzulegen und bei der Hand zu haben.
Wenn eine Blutentnahme erforderlich ist, verwenden Sie ein vorgewärmtes Handtuch, um die Katze zu fixieren. Das Handtuch sollte so um das Tier gelegt werden, dass es sich sicher fühlt und die Augen unter Umständen abgedeckt werden, oftmals führt hierbei weniger Zwang zu mehr Erfolg.
