Neurologische erkrankungen bei frettchen

Neurologische erkrankungen bei frettchen

 

 

Neurologische Erkrankungen treten beim Frettchen häufig auf. Dazu gehören Bewusstseinsstörungen, Paresen, Ataxien, Lähmungen der Hintergliedmaßen oder Zusammenbrüche. Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans sind selten, wurden aber auch bei diesen Tieren beobachtet.

Es gibt keine Prädisposition in Bezug auf das Alter oder das Geschlecht. Allerdings ist eine gründliche Anamnese von entscheidender Bedeutung. Handelt es sich um eine akute oder chronische Episode? Akute Anfälle können mit einem Trauma, mit Toxinen oder mit einem kardialen oder vaskulären Problem zusammenhängen. Bei einem chronischen Verlauf kann es sich um eine Neoplasie, eine Infektion, um eine Entzündung oder um eine metabolische Erkrankung handeln.

Es ist auch wichtig zu wissen, ob die Umgebung bei einem Freilauf des Tieres “frettchensicher” ist. Es kommt sehr häufig vor, dass das Tier ein Trauma erleidet oder eine toxische Substanz zu sich nimmt, wenn es sich unbeaufsichtigt frei im Haus bewegen kann.

Während der klinischen Untersuchung sollten regulär der Pupillarreflex und der vestibulookuläre Reflex beurteilt werden. Diese Reflexe können bei Frettchen mit einem neurologischen Problem reduziert oder sogar abwesend sein.

Eine weitere mögliche Ursache für eine Veränderung des Bewusstseinszustandes bei Frettchen ist die Hypoglykämie, die durch ein Insulinom verursacht werden kann. Dies tritt in der Regel bei Tieren auf, die älter als zwei Jahre sind.

 

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